top of page
Weiße_Hainsimse.jpg

SEIT

2000

Hainsimsen

-

Buchenwälder

Kuratorium Wald

Hainsimsen - Buchenwälder

Lebensraumtyp 9110

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) stellt die allein- bis vorherrschende Baumart der Hainsimsen-Buchenwälder dar. Als Nebenbaumarten können Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea), seltener Hainbuche (Carpinus betulus) sowie auf den ärmsten Böden Gemeine Kiefer (Pinus sylvestris) und Gemeine Birke (Betula pendula) beigemischt sein. Die Krautschicht ist artenarm und wird von Pilzen, Moosen und säureliebenden Gefäßpflanzen und Gräsern besiedelt. Meist findet man die Wälder auf bodensauren bzw. versauerten, basenärmeren Böden (über silikatischen Sedimenten und Gesteinen) der submontanen bis montanen Höhenstufe. Der Verbreitungsschwerpunkt der Wälder befindet sich in niederschlagsreichen, subatlantisch getönten Regionen. Kulturhistorisch z.T. durch Streunutzung (Aushagerung) aus reicheren Buchenwäldern entstanden.

Kennzeichnende Pflanzenarten

Hauptbaumarten:
Rotbuche (Fagus sylvatica)

Traubeneiche (Quercus petraea)
Stieleiche (Quercus robur)

 

Begleitbaumarten:
Weißtanne (Abies alba)
Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Gemeine Birke (Betula pendula)
Hainbuche (Carpinus betulus)
Esche (Fraxinus excelsior)
Fichte (Picea abies)
Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)

 

Krautschicht:
Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
Wald-Habichtskraut (Hieracium murorum)
Weißliche Hainsimse (Luzula luzuloides)
Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
Waldsauerklee (Oxalis acetosella)
Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
Nesselblättriger Ehrenpreis (Veronica urticifolia)

 

Moosschicht:
Gewöhnliches Gabelzahnmoos (Dicranum scoparium)
Gemeines Weißmoos (Leucobryum glaucum)
Schwanenhals-Sternmoos (Mnium hornum)
Schönes Widertonmoos (Polytrichum formosum)

Hainsimse_2.jpg
Samantha
Harrison
  • Facebook
  • Twitter

Marketing Executive

I'm a paragraph. Click here to add your own text and edit me. It’s easy. Just click “Edit Text” or double click me.

Leucobryum_glaucum_2019-11-18_5108 (1).j
Gemeines Weißmoos
(Leucobrium glaucum)
Weißliche Hainsimse
(Luzula luzuloides)

Kennzeichnende Pflanzenarten-Teil1

Lynx_lynx_poing.jpg

Charakteristische Tierarten 

(gemäß FFH- und VS-Richtlinie)

Säugetiere:
Luchs (Lynx lynx)
Braunbär (Ursus arctos)
Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)
Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)
Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)

 

Schmetterlinge:
Russischer Bär (Euplagia quadripunctaria)

 

Käfer:
Alpenbock (Rosalia alpina)
Hirschkäfer (Lucanus cervus)
Großer Eichenbock (Cerambyx cerdo)
Veilchenblauer Wurzelhalsschnellkäfer (Limoniscus violaceus)
Eremit (Osmoderma eremita)

 

Vögel:
Raufußkauz (Aegolius funereus)
Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)
Schwarzspecht (Dryocopus martius)
Grauspecht (Picus canus)
Mittelspecht (Dendrocopos medius)
Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos)
Zwergschnäpper (Ficedula parva)
Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis)

Rosalia_Alpina_(Alpenbock).jpg
Alpenbock
(Rosalia alpina)
 
 
Luchs
(Lynx lynx)

Verbreitung

Europa:

Hainsimsen-Buchenwälder gehören zu den am weitesten verbreiteten Lebensraumtypen in Mittel- und Nordeuropa. Die Hauptvorkommen finden sich auf kontinentalen Gebieten mit sauren und nährstoffarmen Böden.

Österreich:

Der Lebensraumtyp findet sich in allen neun Bundesländern, schwerpunktmäßig jedoch in der Böhmischen Masse und in der Flyschzone der Nordalpen. Weitere kleine Vorkommen kommen auch im nördlichen und südöstlichen Alpenvorland, in den östlichen Zentralalpen, in den Südalpen und im Klagenfurter Becken vor.

 

Vorkommen in Natura 2000-Gebieten:

Niederösterreich
Wien
Kärnten
Steiermark
Oberösterreich
Salzburg
Tirol
Vorarlberg

Gefärdung

& Maßnahmen

Status rote Liste Österreich:

Sub- bis tiefmontaner bodensaurer Buchenwald: stark gefährdet (2)

Bodensaurer Fichten-Tannen-Buchenwald: stark gefährdet (2)

Status FFH-Richtlinie:

Anhang I

Gefährdungsursachen:

Bestandesumwandlungen (insbesondere mit Fichten)

Fehlende horizontale Heterogenität

Geringer Anteil an Alt- und Totholz

Hohe Wildstände

Verdichtung des Bodens

Schadstoffbelastungen​

Mögliche Schutzmaßnahmen:

Förderung der natürlichen Baumartenzusammensetzung

Förderung von Mikrohabitaten, Altbäumen sowie liegendem und stehendem Totholz

Erhalt unterschiedlicher Entwicklungs- und Altersstadien

Förderung der Naturverjüngung

Naturnahe Gestaltung von bestehenden Waldrändern und Lichtungen

Erhaltungszustand:

Bewertung des Erhaltungszustands des Lebensraumtyps „9110: Hainsimsen Buchenwald“ in den biogeographischen Regionen Österreichs für die Berichtsperiode 2007 – 2012:

bottom of page