In unserem Biodiversitätsprojekt, das von der Generali Versicherung AG geleitet und finanziert ist und vom Kuratorium Wald betreut wird, werden Landwirte und Landwirtinnen für Ihr Engagement zum Erhalt und Aufbau artenreicher Landschaftsstrukturen durch bestimmte Maßnahmen finanziell unterstützt.

Die geförderten Maßnahmen sind:

  • Blühstreifen – dauernde Insekten- und Bienen-weide

  • Blühende Äcker - einjährige Bienenweiden

  • Blühender Wald(rand)

  • Lebensraum im Wald (Insektenvielfalt im Totholz)

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Information

In unserem Biodiversitätsprojekt, das von der Generali Versicherung AG geleitet und finanziert ist und vom Kuratorium Wald betreut wird, werden Landwirte und Landwirtinnen für Ihr Engagement zum Erhalt und Aufbau artenreicher Landschaftsstrukturen durch bestimmte Maßnahmen finanziell unterstützt.

Die geförderten Maßnahmen sind:

  • Blühstreifen – dauernde Insekten- und Bienen-weide

  • Blühende Äcker - einjährige Bienenweiden

  • Blühender Wald(rand)

  • Lebensraum im Wald (Insektenvielfalt im Totholz)

 

Bisherige Erfolge

Insgesamt nehmen im Jahr 2021 über 60 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Orten in Niederösterreich am Projekt teil. Die vier Maßnahmen wurden werden auf 117 Flächen umgesetzt, insgesamt werden somit heuer über 5 ha Blühstreifen geschaffen, 2,5 ha blühende Äcker, es werden über 450 blühende Bäume und Sträucher gesetzt und über 190 Baumstämme werden zum Lebensraum für seltene Totholzbewohner. 53 Imkereien im Umkreis der Betriebe profitieren direkt vom reichen Blütenangebot der Generali Biodiversitätsflächen.

Der Erfolg und Anklang der Maßnahmen manifestiert sich im regen Engagement der teilnehmenden LandwirtInnen. 

⇦ Abb.: Übersichtskarte der Standorte teilnehmender Betriebe im Jahr 2021 (Quelle: © OpenStreetMap (and) contributors, CC-BY-SA). Bearbeitung: Mag. Marie Lambropoulos.

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Insektenvielfalt
Landwirtschaft

Die Land- und Forstwirtschaft spielt eine erhebliche Rolle für die Biodiversität und hat eine große Verantwortung als Förderer der Artenvielfalt.

Durch jahrhundertelange Praxis der extensiven Landwirtschaft wurde eine kleinteilige und strukturreiche Kulturlandschaft mit vielen „wilden Ecken“ in Österreich erschaffen und damit Kleinlebensräume für eine breite Varietät von Insekten geschaffen. Der Trend der letzten Jahrzehnte hin zur intensiven Landwirtschaft hat dieses kleinteilige Landschaftsgefüge immer mehr ausgeräumt und im Sinne der Ertragsmaximierung genutzt – hinzu kommen noch die steigenden Umweltbelastungen der Luft sowie der Klimawandel. Dies hat einen massiv negativen Effekt auf die heimische Insektenvielfalt.

Seit 2009 ist etwa ein Drittel aller Insektenarten aus Wiesen und Wäldern verschwunden. Im Wald sind es etwa 40%, im Offenland sogar 2/3 der Arten! Nicht nur einzelne Artengruppen sind davon betroffen, sondern alle Insekten.

 

Insektenvielfalt
Bestäubung

Der Insektenschwund hat auch negative Folgen für die Landwirtschaft: Vor allem die Bestäuber unter den Insekten wie Honigbienen, Wildbienen, Hummeln aber auch Falter und Schwebfliegen sind immens wichtig für die Ausbildung unserer Feldfrüchte. Eine hohe Insektenvielfalt ergibt hier die beste Versicherung für einen guten Ertrag. Bienen sind zwar auf den einzelnen Blütenbesuch gerechnet die effektivsten Bestäuber – weil sie die meisten Pollen mitnehmen. Die Gesamtleistung ist aber vergleichbar mit derer anderer Bestäuber, da diese mehr Blüten ansteuern. Auch Vögel sind auf eine strukturreiche, kleinteilige Landschaft angewiesen. Haben Vögel genügend Nahrungsquellen und einen Lebensraum (Hecken, Wälder, etc.) dienen sie auch wieder der Schädlingsbekämpfung in der Land- und Forstwirtschaft.

Dem Trend des Insektenrückgangs kann man jedoch mit einfachen Maßnahmen begegnen. Die Natur hat die Fähigkeit sich schnell zu regenerieren, wenn ihr die Möglichkeit geboten wird. Darum hat die Generali AG zusammen mit dem Verein Kuratorium Wald ein Projekt ins Leben gerufen, um Land- und ForstwirtInnen dabei zu unterstützen die Vielfalt zurück zu bringen. Mit 4 geförderten Maßnahmen in Land und Forstwirtschaft soll ein wesentlicher Beitrag geleistet werden, um unsere heimischen Bestäuber zu unterstützen.

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Unsere Getreidefelder, Äcker und Wiesen sind Lebensraum für Insekten, die nicht nur für die Bestäubung wichtig sind, sondern auch als Nützlinge gegen Pflanzenschädlinge fungieren. Ein vielfältiges Blütenangebot fördert eine diverse Insektenvielfalt, denn viele nützliche Arten sind auf ganz bestimmte Blüten angewiesen. In einem blühenden Acker bietet man einer Vielfalt von Insekten einen Ort, der ein reiches Nahrungsangebot aufweist und nicht von schädlichen Pflanzenschutzmitteln beeinflusst ist. So schafft man ein Refugium für Bestäuber und andere Nützlinge – von hier aus schwärmen gesunde Populationen in die benachbarten Äcker, Wiesen und Streuobstbestände und tragen maßgeblich zu einer reichen Ernte bei. Zudem bieten Blühstreifen zwischen zwei Bewirtschaftungseinheit einen Rückzugsort in den regelmäßigen Mahd- und Bearbeitungsphasen. Sie dienen außerdem als wichtiges Vernetzungselement in der Landschaft in denen sich Wildtiere bewegen können, Vögel Nahrung finden und Wildblumen wachsen können. Zuletzt bieten bunten Blühstreifen in der Landschaft einen hohen ästhetischen Wert für uns Menschen und tragen zu unserem Erholungsbefinden bei.

Insektenvielfalt
Waldränder

Nicht nur an den Wiesen tummeln sich vielerlei Insekten, auch der Wald ist Heimat für viele Bestäuber. Als Schnittstelle dieser beiden Lebensräume ist der Waldrand als Treffpunkt von Wald- und Wiesenarten besonders wertvoll. Noch dazu kommen spezielle Arten, die nur an Waldrändern leben. Besonders an besonnten Waldrändern, in denen die Wiese etwas in den Waldrand hineinreicht, ist der Bewuchs oft lückig. Die offenen Bodenstellen können von Hummeln und Wildbienen besiedelt werden. Abgeschnittene Stängel und liegen gelassene Holzstücke werden von den verschiedensten oftmals sehr spezialisierten Wildbienenarten und anderen Insekten gerne für den Nestbau benutzt. Mit der dazugehörigen Blütenvielfalt des Offenlandes bietet die Maßnahme „Blühender Waldrand“ ein ideales Refugium für heimische Bestäuber.  Waldränder helfen dabei nicht nur den Insekten, sie schützen auch den dahinterliegenden Wald vor Stürmen, Rindenbrand an bei Waldrandbäumen und entlasten Verjüngungsflächen im Waldinnern da sie dem Wild optimale Äsungs, Verbiss- und Fege-möglichkeiten geben.

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Insektenvielfalt
Totholz

Im Waldinneren ist Totholz für die Artenvielfalt von großer Bedeutung und die „Schwachstelle“ in den heimischen Wäldern, wenn es um Biodiversität geht. Etwa ¼ aller heimischen Waldarten benötigen Totholz. Manche Arten benötigten das Holz als Nahrung, andere verwenden es als Brutstätte, wie zum Beispiel die bereits gefährdete Holzbiene. Auf abgestorbenem Holz und Altholz lebt der überwiegende Teil unserer 1000 Wespen- und Bienenarten, ca. 1700 Käferarten, 2700 Großpilzarten aber auch Flechten, Vögel (insbesondere Spechte) sind auf Alt- und Totholz angewiesen. Da es in wirtschaftlich genutzten Wäldern aber deutlich weniger Totholz gibt als in ungenutzten Wäldern, fehlt oftmals der Lebensraum für viele wichtige Bestäuber. Nicht nur Insekten profitieren von Alt- und Totholz. Das alte und morsche Holz nutzt der Specht für seine Höhlen, die wiederum später von Fledermäusen, Bilchen und anderen Arten genutzt werden; viele Käfer, Pilze und andere Arten brauchen diese Bäume als Lebensraum – so zum Beispiel der Hirschkäfer oder auch der seltene Käfer Eremit. Oft sind Totholzmaßnahmen sehr einfach zu treffen, meist ist es nur das Belassen von Bäumen. Und auch hier gilt: eine höhere Artenzahl macht einen Wald stabiler, schützt vor Schädlingen und trägt bei einer kleinflächigen Verzahnung der Flächen auch zur Bestäubung auf landwirtschaftlichen Flächen bei.

Hintergrundinformationen über unsere Maßnahmen

Blühstreifen – dauernde Insekten- und Bienen-weide:

1000m² insektenfreundliche, hauptsächlich mehrjährige          Saatgutmischung. Wenn möglich regional und biologisch.

Blühende Äcker:

Jährlich wechselnde Insekten- und Bienenweiden. 500m² bienenfreundliche Saatgutmischung mit hauptsächlich einjährigen Pflanzen. Wenn möglich regional und biologisch.

Blühender Wald(rand):

Setzen von mindestens 3 verschiedenen Arten blüten-, beeren- und dornenreicher Sträucher am Waldrand in ausreichender Stückzahl nach lokalen Gegebenheiten auf 500m² (100m x 5m). Dazu einzelne blühende Bäume.

Lebensraum im Wald (Insektenvielfalt im Totholz):

Hierfür kein Ankauf von Pflanzen nötig.

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Warum Blühstreifen?

In unseren Getreidefeldern, Äckern und Wiesen befinden sich Insekten und Tiere, die nicht nur für die Bestäubung wichtig sind, sondern auch als Nützlinge gegen Pflanzenschädlinge fungieren. Ein vielfältiges Blütenangebot fördert eine diverse Insektenvielfalt. Viele nützliche Arten sind auf bestimmte Blüten angewiesen. Um diese Vielfalt zu schützen und vor den regelmäßigen Mahd- und Bearbeitungsphasen einen Fluchtort zu schaffen, eignen sich Blühstreifen zwischen den Bewirtschaftungseinheiten. Sie bieten dauerhaften Schutz und Rückzugsort. Sie dienen weiters als wichtiges Vernetzungselement in der Landschaft in denen sich Wildtiere bewegen können. Vögel finden ihre Nahrungsquelle, wie Insekten oder Amphibien, sowie diverse Samen in den Blühstreifen. Aber auch für uns Menschen haben die bunten Blühstreifen in der Landschaft einen hohen ästhetischen Wert und tragen zu unserem Erholungsbefinden bei.

Warum blühende Waldränder?

Nicht nur an den Wiesen tummeln sich vielerlei Insekten, auch der Wald ist Heimat für viele Bestäuber. Als Schnittstelle dieser beiden Lebensräume ist der Waldrand ein als Treffpunkt von Wald- und Wiesenarten besonders wertvoll. Noch dazu kommen spezielle Arten die nur an Waldrändern leben. Besonders an besonnten Waldrändern, in denen die Wiese etwas in den Waldrand hineinreicht, ist der Bewuchs oft lückig. Die offenen Bodenstellen können von Hummeln und Wildbienen besiedelt werden. Auch abgeschnittene Stängel, liegen gelassene Holzstücke werden von den verschiedensten oftmals sehr spezialisierten Wildbienen und Insekten gerne für den Nestbau benutzt. Mit der dazugehörigen Blütenvielfalt der verschiedenen Blumen, Strauch und Baumvielfalt, die sich am Waldrand treffen, bietet diese Maßnahme ein ideales Refugium für heimische Bestäuber. Wichtig ist dabei auch die Auswahl der Pflanzen – diese sollten auf jeden Fall heimisch sein, da viele Insekten auf diese als Nahrungsquelle angewiesen sind.

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Warum Totholz?

Totholz ist für die Artenvielfalt im Wald immens wichtig und die „Schwachstelle“ in den heimischen Wäldern, wenn es um Biodiversität geht. Etwa ¼ aller heimischen Waldarten benötigen Totholz. Auf abgestorben Holz und Altholz Leben der überwiegende Teil unserer 1000 Wespen- und Bienenarten, ca. 1700 Käferarten, 2700 Großpilzarten aber auch Flechten, Vögel (insbesondere Spechte) sind auf Alt- und Totholz angewiesen. Oft gilt: Je grösser die Totholzmenge, desto mehr Totholzorganismen kommen vor. Da es in wirtschaftlich genutzten Wäldern aber deutlich weniger Totholz gibt als in ungenutzten Wäldern, fehlt oftmals der Lebensraum und viele auf diesen Lebensraum angewiesen Arten sind bereits auf der roten Liste zu finden.

Manche Arten benötigten das Holz als Nahrung, andere verwenden es als Brutstätte, wie zum Beispiel die bereits gefährdete Holzbiene. Doch nicht nur Insekten profitieren von Alt- und Totholz. Das alte und morsche Holz nutzt der Specht für seine Höhlen, die wiederum später von Fledermäusen, Bilchen und anderen Arten genutzt werden; viele Käfer, Pilze und andere Arten brauchen diese Bäume als Lebensraum – so zum Beispiel der Hirschkäfer oder auch der seltene Käfer Eremit. Oft sind Totholzmaßnahmen sehr einfach zu treffen, meist ist es nur das Belassen von Bäumen. Dennoch hat das „nichtstun“ eine sehr positive Wirkung auf die Vielfalt im Wald. Und auch hier gilt: eine höhere Artenzahl macht einen Wald stabiler, schützt vor Schädlingen und trägt bei einer kleinflächigen Verzahnung der Flächen auch zur Bestäubung auf landwirtschaftlichen Flächen bei.

Saatgutund Jungpflanzen-
Händlerempfehlung

Die Saat : www.diesaat.at

ÖPULPLUSS einjährig, Biodiv. Bienentrachtpluss, Bienenweide mehrjährig

Austrosaat : www.austrosaat.at

Bienenweide einjährig ("Tübinger Mischung"), Bienenweide mehrjährig

Blumensaat AT KG, Ing. Erich Bangerl : www.blumensaat.at

Dauerhafte Mischungen (z.B.: „B80“) und einjährige Mischungen.

Kärnter Saatbau : www.saatbau.at

Dauerhafte Blühstreifenangebote: BW2, BW3, BW4; einjährige: BW1

Verein Regionale Gehölzvermehrung RGV : www.noe.heckentag.at

„Wir für Bienen Hecke“ bzw. große Einzelstrauch, -baum-Auswahl

Bäuerliche Forstpflanzenzüchter : www.bfz-gruenbach.at

Hartheim Institut : www.institut-hartheim.at

Auf Anfrage Tel.: +43 7274 6536

Alternativer Gartenbau Hauser : www.ag-hauser.at

Wildacker : www.wildacker.at

Getreide Gutscher: www.gutscher.com

ÖPUL Blühmischung (Futter für Bienen) einjährig und abfrostend, BIENEN-FIT mehrjährig

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